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Zahlen & Fakten

Der größte Landkreis Thüringens

Der Wartburgkreis in Zahlen

Rund 124.000 Menschen wohnen im attraktiven Wartburgkreis. Sie schätzen die gute Lebensqualität, die aufstrebende Wirtschaft und den Tourismus. Der Wartburgkreis gliedert sich in 34 Gemeinden und 8 kreisangehörige Städte. Pro Quadratkilometer leben im Wartburgkreis 96 Einwohner. 

Einzigartig ist der Wartburgkreis durch seine vielfältigen und reizvollen Landschaften. Ausgebaute Rad- und Wanderwege sowie die Möglichkeit des Wasserwanderns auf der Werra mit steigendem Beliebtheitsgrad stellen eine vielseitige Freizeitbeschäftigung dar.

Der Wartburgkreis zählt mit 1 307 km² zu den größten Landkreisen des Freistaates Thüringen. Die leistungsstarke Wirtschaft entwickelte sich aus der in der Region vorhandenen langjährigen Handwerkstradition.

Innovative Ideen der hiesigen Unternehmen, u. a. im Bereich der Automobilzulieferindustrie, ermöglichen dem Wartburgkreis dynamisch und zukunftsorientiert zu handeln. Heute kann sich der Landkreis zu den erfolgreichsten Wirtschaftsstandorten des Freistaates zählen.

Ein Ausflug in die Geschichte des Wartburgkreises

Frühe Besiedlung

Der Wartburgkreis, im Westen des Freistaates Thüringen an der Grenze zu Hessen gelegen, gehört geschichtlich zu den früh besiedelten europäischen Regionen.

Bereits in der Eisenzeit vor etwa 2.500 Jahren fanden hier keltische Stämme mit den Rohstoffen Holz und Eisenerz sowie den Solequellen ideale Existenzgrundlagen. Diese naturgegebenen Standortvorteile machten die Region zu einem beliebten und umkämpften Siedlungsgebiet, in dem neben den Kelten auch Slawen und Römer ihre Spuren hinterließen. So querte die berühmte Handels- und Heeresstraße „Via Regia“ den Flusslauf der Werra und das zwischen den Mittelgebirgen Thüringer Wald und Rhön gelegene Gebiet.

Die Region im Mittelalter

Früh christianisiert sind viele Städte und Gemeinden auf die Gründung von Klöstern zurückzuführen. Bereits im frühen Mittelalter errichteten die Karolinger zahlreiche Befestigungen auf den Anhöhen entlang der Werra, die später durch die Burgen und Siedlungen der Thüringer Landgrafen ausgebaut wurden.

Namensgeberin der Region ist die Wartburg bei Eisenach, die als einzige deutsche Burg zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Die Heilige Elisabeth weilte als Landgräfin von Thüringen sowohl auf der Wartburg als auch auf der nahen Schwesterburg, der Creuzburg.

Martin Luther übersetzte auf der Wartburg das Neue Testament, nachdem er bei Steinbach in Schutzhaft genommen wurde. Seine Eltern stammen aus Möhra im Moorgrund. Über die alten deutschen Handelsstraßen und auf der schiffbaren Werra brachten Handel, Handwerk und Landwirtschaft Wohlstand in der Region. Die über die Jahrhunderte oftmals wechselnden Herrschaftsverhältnisse zeugen von der historischen Bedeutung und Attraktivität der Region.

Das Wappen

So symbolisiert das geviertelte Wappen die wichtigsten Einflüsse verschiedener Gebietsherrschaften im historischen Grenzgebiet zwischen Thüringen und Hessen. Das erste Feld zeigt den Thüringer Löwen so, wie er in dem Wappen der sächsischen Nebenlinien Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Coburg-Gotha geführt wurde.

Im zweiten Feld ist die schwarze Henne das Zeichen der Grafschaft Henneberg, die wesentliche Teile der oben genannten Fürstentümer verwaltete. Das Hochkreuz des Bistums Fulda im dritten Feld steht für dessen Besitzungen im südlichen Kreisgebiet. Das Thüringische Stammwappen schließlich im vierten Feld erinnert an die gemeinsamen Wurzeln Thüringens und Hessens und die späteren Besitzungen der Landgrafen Hessen-Kassel.

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